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Bombenfunde in Dresden seit 2013: Eine Chronik der größten Entdeckungen und Evakuierungen

Auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schlummert in Dresdens Erdboden ein tödliches Erbe, das zuletzt an der abgerissenen Carolabrücke a…

Fakten

  • Die größten Bombenfunde in Dresden seit 2013 sind im Jahr 2025 mit mehreren Funden verbunden.
  • Am 8. Januar 2025 wurde bei Arbeiten eine amerikanische Fliegerbombe entdeckt und erfolgreich entschärft.
  • 10.000 Menschen mussten damals evakuiert werden, da die Bombe in einer großen Nähe zum Zentrum von Dresden lag.
  • Die Evakuierungsradius war etwas größer als der im Januar, da die Bombe ohne Zünder war.
  • Am 7. Februar 2024 wurde bei Bauarbeiten auf einem Autohof eine 250 Kilogramm schwere deutsche Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
  • Die Bombe war ohne Zünder, weshalb sie abtransportiert werden konnte.
  • Bereits im September 2023 wurde eine US-amerikanische Weltkriegsbombe auf der Washingtonstraße gefunden.
  • Die Bombe war damals schwer verformt und mit einem Zünder ausgestattet, die Entschärfung dauerte mehr als zehn Stunden.
  • Etwa 2200 Menschen mussten damals ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
  • Am 14. April 2023 wurde bei Arbeiten auf der Zwickauer Straße eine US-amerikanische Weltkriegsbombe entdeckt.
  • Die Bombe konnte einen Tag später entschärft werden, was nicht mehr als eine halbe Stunde dauerte.
  • Etwa 15.000 Personen in Dresden-Plauen sind evakuiert worden, das ist die zweitgrößte Evakuierungsmaßnahme im Zusammenhang mit einer Weltkriegsbombe in Dresden.
  • Am 5. Oktober 2022 fanden Bauarbeiter an der Friedrichstraße eine scharfe Fliegerbombe, die am Nachmittag des nächsten Tages erfolgreich entschärft werden konnte.
  • 3300 Menschen waren zuvor evakuiert worden, da die Bombe nicht per Hand entschärft werden konnte.
  • Die Entschärfung einer Blindgänger in Löbtau im Jahr 2018 ist die bislang wahrscheinlich heikelste im Dresdner Stadtgebiet.
  • Nicht nur, weil die britische Bombe, die am 22. Mai von Bauarbeitern an der Ecke Löbtauer Straße/Wernerstraße entdeckt wird, mit 250 Kilogramm recht schwer ist.
  • Weil der Zünder wohl beim Anheben der Bombe durch die Bauleute in sie hineingedrückt wurde, muss die Entschärfung zunächst abgebrochen werden.
  • Die Geschichte der Fliegerbombe endete auf dem Stadtfest 2018: Dort konnten ihre Reste bei der „Blaulichtmeile“ am Landtag betrachtet werden.
  • 150 Kilogramm ist die amerikanische Fliegerbombe schwer, die am 22. Januar 2016 auf der Baustelle für die Ballsportarena an der Magdeburger Straße gefunden wird.
  • Fünf Hotels, vier Pflegeheime sowie etliche Wohnungen und Büros mussten evakuiert werden, über 800 Menschen waren betroffen.
  • Auch am 30. September dieses Jahres wurde eine Fliegerbombe von Arbeitern entdeckt: Sie lag auf der Baustelle an der Heinrich-Greif-Straße in Räcknitz und wiegt 250 Kilogramm.
  • Rund 2000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen und durften erst nachts zurückkehren.
  • Zwei Jahre zuvor, am 12. August 2014, mussten deutlich mehr Menschen wegen einer gefundenen Bombe evakuiert werden: Die 250-Kilo-Bombe amerikanischer Bauart vertreibt vorübergehend 5800 Menschen aus ihren Wohnungen.
  • Das Jahr 2013 dürfte einem Mann in besonderer Erinnerung geblieben sein: André Nitzsche. Der Baggerfahrer hat Glück im Unglück, als er Anfang Dezember gleich zwei 250 Kilogramm schwere Fliegerbomben in der Augsburger Straße in Striesen ausgräbt, ohne dass ihm dabei etwas passiert.
  • Beim zweiten Mal ist immerhin bereits ein erfahrener Kampfmittelräumer dabei. Danach ist Nitzsche den gefährlichen Job endlich los – auf dem offenbar stark getroffenen Gelände macht nun eine Firma weiter, die auf explosive Funde spezialisiert ist.
  • Am 5. und 6. Dezember sind jeweils 1800 Menschen von der Evakuierung betroffen. Es sind bereits Bombe Nummer 3 und 4, die in diesem Jahr in Dresden gefunden werden.
  • Auch am 6. September wird auf der Baustelle für die neue Rettungswache an der Gerokstraße in der Johannstadt ein 250-Kilo-Blindgänger entdeckt. 5000 Anwohner müssen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.
  • Das Jahr der Blindgänger begann auch bereits explosiv: Am 22. Januar hat ein Baggerfahrer auf dem Gelände einer Schule in der Zirkusstraße in der Pirnaischen Vorstadt eine amerikanische Fliegerbombe erwischt.